Über WENNGESTERNHEUTEWIRD®

 

WENNGESTERNHEUTEWIRD® ist entstanden, als ich mir irgendwann die Frage stellte:

 

Soll das jetzt jeden Tag so funktionieren?
Soll so jeder Arbeitstag aussehen?

 

Und damit meinte ich nicht die Betreuung selbst.

 

Ich meinte nicht die Begegnungen, Gespräche, Einzelbegleitungen und Gruppenangebote, die meine Mitarbeitenden und ich Tag für Tag mit viel Engagement erbracht haben.

 

Ich meinte das, was drumherum fehlte.

 

Die koordinierten Abläufe.
Die Möglichkeit, sich untereinander verlässlich abzustimmen.
Eine gemeinsame Übersicht.

 

Und vor allem die Möglichkeit, scheinbar einfache Fragen jederzeit beantworten zu können:

 

Wann kommt heute jemand zu mir?
Wer wird heute betreut?
Wann findet welche Betreuung statt?
War schon jemand da?
Und wenn ja – wer?

 

Am Ende eines Arbeitstages wollte ich nicht nur wissen, dass Dokumentationen vollständig waren.

 

Ich wollte die Gewissheit haben:

 

Ja. Heute wurden alle betreut. Alle wurden gesehen.

 

Nicht nur auf dem Papier.

 

Einzelbegleitungen und Gruppenangebote sollten nicht nur dokumentiert, sondern tatsächlich angeboten und durchgeführt worden sein – nachvollziehbar, abgestimmt und für alle Beteiligten sichtbar.

 

Fehlende Betreuung wirkt von innen

 

Für mich wurde früh deutlich, dass es einen entscheidenden Unterschied zwischen fehlender Pflege und fehlender Betreuung gibt.

 

Wenn notwendige Pflege nicht erfolgt, kann man die Folgen häufig sehen.

 

Fehlende Betreuung wirkt dagegen oft von innen.

 

Ein Mensch kann nach außen versorgt wirken und sich trotzdem einsam, orientierungslos oder nicht wahrgenommen fühlen.

Sein Äußeres erinnert niemanden automatisch daran:

 

Heute war noch niemand bei mir.

 

Und vielleicht kann dieser Mensch selbst nicht mehr sagen, ob jemand da war, wer ihn begleitet hat oder wann wieder jemand kommen wird.

 

Gleichzeitig kann sehr gute Betreuung täglich stattfinden, ohne dass Außenstehende wirklich erkennen können, was Betreuungskräfte leisten.

 

Auch gute Betreuung bleibt oft unsichtbar.

 

Denn selbst wenn Betreuungsleistungen stattfinden, wie sie vorgesehen und finanziert werden, ist für Außenstehende nicht immer erkennbar, was Betreuungskräfte im Alltag tatsächlich leisten.

 

Für mich geht es deshalb nicht nur darum, Qualität in der Betreuung zu leben.

 

Sie muss auch sichtbar und nachvollziehbar werden – für die Menschen, die Betreuung erhalten, ebenso wie für Betreuungskräfte, Angehörige, Leitungen, Träger und Prüfstellen.

 

Für mich war klar:

 

Das darf nicht so bleiben.

 

Sichtbarkeit schafft Orientierung

 

Zusätzliche Betreuung darf sichtbar sein.

 

Nicht, damit Menschen kontrolliert werden.

 

Sondern damit Menschen sich orientieren können.

 

Ein Mensch, der nicht weiß, was heute geschieht, wann jemand kommt oder welche Möglichkeiten ihm zur Verfügung stehen, verliert einen Teil seiner Orientierung – und damit auch Möglichkeiten zur selbstbestimmten Teilhabe.

 

Betreuungskräfte brauchen eine Struktur, in der sie erkennen können, was geplant ist, was bereits stattgefunden hat und wo Betreuung noch benötigt wird.

 

Angehörige brauchen nachvollziehbare Informationen und die Sicherheit, dass Betreuung verlässlich organisiert wird.

 

Pflegekräfte müssen sich darauf verlassen können, dass Betreuung und Pflege miteinander funktionieren. Denn wenn Betreuung fehlt – auch unbeabsichtigt –, kann das den gesamten Alltag einer Einrichtung beeinflussen.

 

Unruhe, Orientierungslosigkeit oder herausforderndes Verhalten wirken sich nicht nur auf den betroffenen Menschen aus. Sie können Begegnungen, Pflegehandlungen und das Zusammenleben innerhalb einer Einrichtung erschweren.

 

Betreuung steht deshalb nicht neben der Pflege.

 

Sie ist ein wichtiger Teil des gemeinsamen Alltags.

 

Es braucht eine gemeinsame Struktur

 

Für alle Beteiligten braucht es eine Struktur, die verständlich ist und Orientierung schafft:

 

für die Menschen, die Betreuung erhalten,

für Betreuungskräfte,

für Pflegekräfte,

für Angehörige,

für Leitungen

und für alle, die Verantwortung für eine verlässliche Betreuung tragen.

 

Eine Struktur, die sich an bestehende Abläufe, Konzepte und Dokumentationssysteme anbinden lässt, ohne diese ersetzen zu müssen.

 

Eine Struktur, die nicht erst im Nachhinein dokumentiert, was geschehen ist, sondern bereits im Alltag sichtbar macht:

 

Was ist geplant?
Was wurde angeboten?
Was hat stattgefunden?
Und wo wird noch Betreuung gebraucht?

 

Mein Ziel war es von Anfang an, Teilhabe, Struktur und Sicherheit miteinander zu verbinden – ohne den Menschen hinter der Organisation aus dem Blick zu verlieren.

 

Die Geburtsstunde meines Begleitsystems

 

Für mich war das die Geburtsstunde von WENNGESTERNHEUTEWIRD®.

 

Mir wurde bewusst:

 

Es braucht ein einheitliches System, in dem sich alle Beteiligten wiederfinden können.

 

Ein System, das vorhandene Konzepte, Abläufe und Dokumentationssysteme nicht ersetzt, sondern sich mit ihnen verbinden lässt.

 

Ein System, das für alle Beteiligten leicht verständlich ist.

 

Das nicht erst nach Feierabend zeigt, was geschehen ist, sondern bereits während des Tages Orientierung geben kann.

 

Das sichtbar miteinander verbindet, was geplant, angeboten und tatsächlich erbracht wurde.

 

Und das den Menschen, um den es eigentlich geht, nicht aus dem Blick verliert.

 

So entstand mein eigenständig entwickeltes Begleitsystem für die Umsetzung zusätzlicher Betreuungsleistungen nach § 43b und § 53b SGB XI.

 

Aus dieser fachlichen Arbeit entwickelte sich WENNGESTERNHEUTEWIRD®
weiter und wurde zur Dachmarke meiner heutigen Arbeit.

 

Denn mit der Zeit entstanden weitere Wege, Menschen zu erreichen, Informationen verständlich zu vermitteln und Themen sichtbar zu machen, die im Alltag manchmal übersehen werden.

 

Mehr als eine organisatorische Lösung

 

Deshalb war das Begleitsystem für mich von Anfang an mehr als eine organisatorische Lösung – es wurde zu einem wesentlichen Bestandteil für eine verlässliche und nachvollziehbare Umsetzung zusätzlicher Betreuungsleistungen.

 

Es verbindet:

 

Struktur.
Menschlichkeit.
Orientierung.
Teilhabe.
Sichtbarkeit.

 

Und vielleicht am wichtigsten die Gewissheit:

 

Ich wurde gesehen.
Ich gehöre dazu.
So, wie ich bin.

 

Das ist der Gedanke, aus dem WENNGESTERNHEUTEWIRD® entstanden ist.

 

Und es ist bis heute der Gedanke, der meine Arbeit verbindet.

Esther Lauterbach
Fachberaterin für soziale Betreuung
Entwicklerin von

WENNGESTERNHEUTEWIRD®

 

Für Struktur, Teilhabe und Qualität in der Betreuung.

 
Druckversion | Sitemap
© 2007 – 2026 WENN – GESTERN – HEUTE – WIRD® | Alle Rechte vorbehalten. Entwickelt von Esther Lauterbach – WENN – GESTERN – HEUTE – WIRD® Alle Inhalte dieser Website sind urheberrechtlich geschützt. Eine Nutzung oder Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet.